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Archiv für Februar 2012

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70 x 100 cm Aquarell, Blaue Herzen von Bianca Scheich 2012

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Immer wieder zeichne und male ich Portraits von Menschen . Für mich war das schon als Jugendliche mit 14 Jahren in der Schule  meine große Leidenschaft. Damals zeichnete ich meine Freundinnen aus meiner Schulklasse immer so gerne.  Sie ließen es sich gefallen und fanden es aufregend. Bereitwillig und geduldig setzten sie sich in Pose um auf ein Matheheft oder ein Stück Papier ihr Gesicht wieder zu finden. Ich hatte daran einfach immer sehr viel Spaß. Heute ist das Gesicht mit all seinen Spuren vom Leben zu studieren was sehr persönliches für mich. Um so mehr freue ich mich darüber wenn Menschen mich aufsuchen und sich von mir zeichnen oder malen lassen wollen. Ich denk jedes mal, Wahnsinn !        

Anja kommt aus meiner Heimat Ober Eschbach. Ich kenne Sie schon immer und Sie mich noch von Kindesbeinen an. Am Freitag Abend stand Sie plötzlich im strömenden Regen vor meiner Tür und bat mich um ein Portrait von ihr und ihrer Freundin . Für einen besonderen Menschen soll es sein, ein besonderes Geschenk für jemand mit dem sie durch dick und dünn ging. Ich bin eigentlich zur Zeit krank und hab gar keine Kraft, dachte ich mir. Aber ich hab mich innerlich so unglaublich darüber gefreut und all meine Energie ausgepackt. Morgen kommt ihre Freundin dann noch dazu…ich bin gespannt wie es wird und hoffe meine blöde Wintergrippe verschwindet bald mal wieder. 

    

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Es ist so bitter kalt auch hier oben im Atelier. Ich habe die Decken vor die Türe gestopft damit die grimmige Kälte ja nicht in mein Atelier kriecht. Die Heizung auf 5 gestellt und trotzdem..es ist scheiß… kalt……. Dafür aber totzdem heute gemalt und eins davon zeige ich schon mal vorab…. 

Selbstportrait von Bianca Scheich 2012

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Es war nicht  mehr viel zu sehen von Baustellen und Umbau des Städel Museum in Frankfurt. Schnell machten wir uns in das warme Haus und gingen mit  gezielten Schritten durch die Hallen der Kunst der Moderne zu Claude Lorrains  (um 1600-1682) verzauberten Landschaften. 

Die Ausstellung, die im Obergeschoss des Ausstellungshauses zu sehen ist, folgt einer chronologischen Sicht auf das Werk Claude Lorrains. Im ersten Saal wird das Frühwerk des Künstlers präsentiert. In seinen frühen Gemälden finden sich hauptsächlich arkadische Hirtenszenen und Hafenansichten dargestellt. Das großformatige frühe Gemäldepaar ”Küstenansichten” und Urteil des Paris” von 1633 wird um Naturstudien aus frühen Skizzenbüchern sowie Radierungen der 1630er-Jahre ergänzt. Ein weiteres frühes Gemälde ist die 1636 für Papst Urban VIII. gemalte “Landschaft mit ländlichem Tanz”. Dieses Werk wird von zugehörigen Zeichnungen begleitet, die einen ersten Eindruck vom Verhältnis zwischen Malerei, Zeichnung und Druckgrafik Lorrains vermitteln.

In seiner Malerei verarbeitete Claude Lorrain Zeichenstudien, die auf zahlreichen Wanderungen durch die ländliche Umgebung Roms entstanden, in präzise entwickelten Kompositionen zu zeitlos klassischen Landschaften. Bereits zu Lebzeiten wurde Claude Lorrain besonders in Italien und Frankreich geschätzt. Im 18. Jahrhundert fand seine Kunst dann vor allem in England größte Bewunderung. Englische Reisende  erwarben viele seiner Gemälde. Auch der Hauptteil seiner Zeichnungen und etliche Radierungen befinden sich heute in englischen Sammlungen.  

Im Folgenden bilden die Zeichnungen und Druckgrafiken, die ebenso wie die Gemälde “Ein Seehafen” von 1644 und die große “Landschaft mit der Anbetung des Goldenen Kalbes” von 1653 aus der mittleren Schaffensphase Lorrains stammen, einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Die herausragenden Arbeiten auf Papier zeigen eine weitgehend unbekannte Seite des Künstlers. Claude Lorrain zeichnete nicht nur, um seine Gemälde vorzubereiten, sondern auch um des Zeichnens selbst willen und offenbarte dabei eine Vielseitigkeit, die für das 17. Jahrhundert ganz ungewöhnlich ist. Natur-und Kompositionsstudien stehen neben Zeichnungen, die vollendete Gemälde dokumentieren; Studienblätter, die eigentlich ihre Funktion erfüllt haben, werden im Nachhinein, ausschließlich zum Vergnügen des Künstlers, nach- und umgearbeitet. Ab Mitte der 1630er- Jahre fertigte Lorrain in einem speziellen Album, seinem “Liber Veritatis”, Zeichnungen nach seinem eigenen Gemälde an; anfangs, um zu verhindern, dass Werke anderer Künstler als die seinen verkauft wurden, dann mehr und mehr als zeichnerische Reflektion.  

Auf den Spuren von Claude Lorrain - "Die verzauberten Mädels danach"

 
Städel Museum in Frankfurt am 04.02.2012

Claude Lorrains Arbeitsweise entsprach nicht dem, was die Akademien seiner Zeit lehrten. Auf der Basis einer gründlichen Kenntnis der Natur setzte er seine Kompositionen aus “Bausteinen” zusammen, die sich in immer neuen Varianten wiederholen und die er vielfach seinem Zeichenvorrat, den er sorgsam hütete, entnahm. Lorrain verfolgte eine fast abstrakte Kompositionsweise von “Thema und Variation”, die zu einer immer stärkeren Intensivierung führte. Eine Besonderheit seines Schaffens ist das Komponieren mit Pendants: In den 1630er-Jahren entwickelte Lorrain ein eigenes künstlerisches Gestaltungsmittel von – sowol gemalten als auch radierten – Bildpaaren, die gewisse kompositorische Entsprechungen oder Gegensätze aufweisen. Oft werden eine arkadische Landschaft und eine Meeresansicht, eine morgendliche und eine abendliche Szene miteinander kombiniert. Dieses Konzept von Pendants, das Lorrain zeit seines Lebens vertiefte, verstärkt die außerordentlich qualitätsvolle Kompositionsweise durch eine poetisch-vielschichtige wechselseitige Reflexion und wird in der Ausstellung im Städel anhand von zahlreichen Beispielen – “Küstenansicht” (1633) und “Urteil des paris” (1633), “Landschaft mit der Taufe des Kämmerers” (1678) sowie “Landschaft mit Ascanius” (1682) und “Ansicht von Karthago mit Dido und Aeneas” (1675/76) – eindrucksvoll verdeutlicht.   

Nach fast zwei Stunden Bilderrausch schlenderten wir noch um die Ecke ins Cafe und verarbeiteten unsere Eindrücke bei Käsehimbeere und Schinkentoast Hawaii.

Bis morgen, Eure Bianca       

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Aquarell auf Aquarellpapier, 70 x 100 cm, 2012

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