"Anfang und Ende" 2008 aus der Serie Malerland, Acryl und Material auf Leinwand , 80 x 100 cm von Bianca Scheich

  Schon in meiner frühen Kindheit erlebte ich sehr nah das Thema Tod kennen. Meine Großeltern betrieben neben dem  Schreinerbetrieb ein Pietätgeschäft wo fast wöchentlich Trauernde im Büro meiner Oma Platz nahmen und voller Leid die letzten Maßnahmen für ihre Liebsten regelten. Das hat mich sehr geprägt. Ich hatte eine Zeit lang schon fast ein abgebrühtes Verhältnis zum Tod.

 Bis der Tag dann kam wo liebe Menschen aus meinem Umfeld weg starben. Ob mein Hund Molly oder mein geliebter Opa, später dann ein Freund aus dem Sandkasten. Alles was mir lieb war ging viel zu früh.

Vor einigen Jahren aber traf es mich selbst  gesundheitlich sehr schlimm. Ich dachte ich komm niemals mehr auf die Beine. Nur durch ein kleines Wunder bin ich wieder gesund geworden.Zum großen Glück,  denn meine Kinder waren gerade mal 3 und 5 Jahre alt.

Heute genieße ich jeden Tag, so als ob es manchmal mein allerletzter wäre. Ich liebe das Leben und gehe jeden Tag voller Energie rein. Mache zuviel und kenne oft keine Pause.

Das Leben geht einfach weiter, es wird geboren und gleichzeitig gestorben, so ist der Kreislauf des Lebens. Alles hat ein Anfang und ein Ende ; das Universum auch?

6 Replies to “…über das Leben”

  1. Hallo Bianca!

    Ein so total lebendiges Bild und dann ein Text, der vom Tod und Deinem persönlichen Leiden handelt. Du hast Dir sicherlich bei dieser Kombination von Bild und Text was gedacht.

    Ich frage dennoch: Wie geht das zusammen?

    Liebe Grüße Jürgen

    1. Hallo Jürgen, mein Bild handelt genau davon, es handelt von mir persönlich als Mensch. Der Anfang bedeutet das Leben, das Ende der Tod – aber was kommt danach? Eine Frage die ich mir immer stelle und über die ich mir nicht im klaren bin, denn wir wissen es nicht. Wir wissen das wir geboren wurden und wir wissen, das wir sterben werden. Das ist alles. Was danach kommt ? Eine spannende Frage die ich mir immer stelle, in der Malerei und auch für mich. Hat das Universum eine Antwort darauf was meinst Du?

  2. Hallo Bianca!
    Die Frage nach dem, was danach kommt, hat für mich nicht so eine große Bedeutung. Das beunruhigt mich im Moment jedenfalls nicht so sehr. Ich bin daher nicht auf der Suche nach Antworten zu dieser Frage.
    Die Sinnhaftigkeit unseres Seins leite ich weniger aus zukünftigen möglichen Erwartungen ab, sondern aus dem, was jetzt ist. Ich neige da eher zu einer existentialistischen Sichtweise der Dinge. Ich weiß um unsere Begrenztheit. Im Rahmen dieser Begrenztheit möchte ich wirken – auf mich und andere mit dem Ziel einer möglichst störungsfreien Balance. Wenn das gelingt, und es gelingt nur manchmal und nur für Momente, dann ist für mich und meine Existenz und ihre Wirkung nach außen schon viel erreicht.
    Schönes Wochenende, Gruß Jürgen

    1. Für mich schon, es macht mich neugierig und ich finde es sehr spannend darüber reden . Aber so ist das halt, der eine ist hier und der ander ist hier und dort.
      Gruss Bianca

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