Malermeeting

(c) Bianca Scheich, „Malermeeting“, 2019

Eine neue Bilderserie entwickelt sich gerade in meinem Atelier. Ich freue mich das es weiter geht…

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Es war einmal…

Meine 1. Einzel Ausstellung in Frankfurt im August-Stunz-Zentrum 2007
Meine Bilder im August-Stunz-Zentrum Frankfurt 2007

Ich finde von Tag zu Tag weitere schöne Erinnerungen von Ausstellungen aus früheren Jahren. Im Jahre 2007 hatte ich meine erste große Einzelausstellung im August-Stunz-Zentrum Frankfurt. Alles mußte schnell gehen, ich hatte nur eine Woche Zeit um alles in Bewegung zu bringen. Ich kann mich noch erinnern wie ich im Affentempo gemeinsam mit einem Schreiner Kollegen meines Papas die Bilder aufgehängt habe. In Zusammenarbeit mit der Malakademie Frankfurt von Günter Maniewski, wurden dort meine Bilder für 3 Monate gezeigt. Das war für mich ein gutes Training, denn oft ist das heute bei mir üblich, schnell, zuverlässig und professionell eine Ausstellung zu organisieren. Meine Aufregung war groß, was würde mich erwarten? Bisher hatte ich ja nur Hängungen und kleine Ausstellungen mit wenig Publikum. Die Ausstellung war dann für mich überraschend gut. Ich war motiviert und voller Tatendrang und hatte keine Scheu mehr eine Vernissage zu veranstalten. Was mich am meisten begeisterte, waren die Menschen, die Bewohner im Altenheim. Meine Bilder schienen sich mit dem Publikum zu unterhalten, sie regten zur Diskussion an, das war eine neue Erfahrung für mich…

„Letzte Blume“, Acryl auf Papier, 2007
„Safari-Woman“, Acryl auf Papier, 2007

Zwischen dem alten Moped und dem Spinnenstaubsauger…

…saß ich nun heute morgen…

Kennt ihr das auch? Ihr wollt umziehen, es euch einrichten und habt das Gefühl ihr steht vor einem riesigen Berg an Arbeit der nicht enden will.

Ich zum Beispiel, stand heute morgen vor einem riesigen Berg an Bildern, Rahmen und Luftpolsterfolien aus den letzten 10 Jahren. Wohin nur damit? Vielleicht hab ich ja noch eine Tiefgarage? Oder einen langen Flur der niemals endet? Oder ich gewinne im Lotto und kaufe mir das Haus von nebenan? Das ist doch die Idee! Dann mach ich eine Galerie auf, mal das Haus blau an und hab noch mehr Arbeit…

Der Tag heute morgen fing nicht ganz so glücklich an, denn zum einen schmerzt mein Knie (keine Ahnung was das schon wieder soll, werde alt), zum anderen stehen noch ein altes Moped von Andreas, eine schwere Kabelkiste und ungefähr 30 Keilrahmen abgezogen an der Wand gelehnt und warten auf Konfu Panda. Dann ist es auch nicht gerade so schön warm hier bei mir. Also ich hoffe die Heizung springt morgen an. Sonst bekomme ich Frostbeulen und die Kränk.

Einer Baustelle folgt doch immer gleich eine Neue. Nur so am Rande der Wäschetrockner hat auch sein Geist aufgegeben. Hurra.

In meinem  Schrank fand ich heute morgen eine alte Mappe aus 2007. Oh ho was für eine Erscheinung! Ich habe mich natürlich in den alten Bildern total verloren. Diese Werke hat ja noch nie jemand gesehen. Vor lauter Bilder blättern und stöbern vergass ich glatt die Zeit um mich herum. Draußen war mein Papa an der Sommer Sitzecke dran und verpackte alles winterfest. Zwischendurch legte er immer mal das Werkzeug nieder und schaute nach dem Monteur der sich mit unserem Trockner plagte.

Da saß ich nun in meinen Bildern, zwischen dem Spinnenstaubsauger und dem alten Moped, den abgezogenen Keilrahmen, eingepackt von einem Berg von Luftpolsterfolie, in eine Zeit zurück versetzt nach 2007.

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(c) Bianca Scheich, „Unter Zeitdruck“, Acryl auf Papier, 2007