Zwischen dem alten Moped und dem Spinnenstaubsauger…

…saß ich nun heute morgen…

Kennt ihr das auch? Ihr wollt umziehen, es euch einrichten und habt das Gefühl ihr steht vor einem riesigen Berg an Arbeit der nicht enden will.

Ich zum Beispiel, stand heute morgen vor einem riesigen Berg an Bildern, Rahmen und Luftpolsterfolien aus den letzten 10 Jahren. Wohin nur damit? Vielleicht hab ich ja noch eine Tiefgarage? Oder einen langen Flur der niemals endet? Oder ich gewinne im Lotto und kaufe mir das Haus von nebenan? Das ist doch die Idee! Dann mach ich eine Galerie auf, mal das Haus blau an und hab noch mehr Arbeit…

Der Tag heute morgen fing nicht ganz so glücklich an, denn zum einen schmerzt mein Knie (keine Ahnung was das schon wieder soll, werde alt), zum anderen stehen noch ein altes Moped von Andreas, eine schwere Kabelkiste und ungefähr 30 Keilrahmen abgezogen an der Wand gelehnt und warten auf Konfu Panda. Dann ist es auch nicht gerade so schön warm hier bei mir. Also ich hoffe die Heizung springt morgen an. Sonst bekomme ich Frostbeulen und die Kränk.

Einer Baustelle folgt doch immer gleich eine Neue. Nur so am Rande der Wäschetrockner hat auch sein Geist aufgegeben. Hurra.

In meinem  Schrank fand ich heute morgen eine alte Mappe aus 2007. Oh ho was für eine Erscheinung! Ich habe mich natürlich in den alten Bildern total verloren. Diese Werke hat ja noch nie jemand gesehen. Vor lauter Bilder blättern und stöbern vergass ich glatt die Zeit um mich herum. Draußen war mein Papa an der Sommer Sitzecke dran und verpackte alles winterfest. Zwischendurch legte er immer mal das Werkzeug nieder und schaute nach dem Monteur der sich mit unserem Trockner plagte.

Da saß ich nun in meinen Bildern, zwischen dem Spinnenstaubsauger und dem alten Moped, den abgezogenen Keilrahmen, eingepackt von einem Berg von Luftpolsterfolie, in eine Zeit zurück versetzt nach 2007.

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(c) Bianca Scheich, „Unter Zeitdruck“, Acryl auf Papier, 2007
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Dicke Spinnen wohnen im neuen Atelier

So langsam fange ich an mein Atelier zu Hause zu beziehen. Es hat sich in meinem neuen – alten Atelier zu Hause in den letzten Jahren viel Krimskrams eingenistet. Sogar zu meinem Alptraum schrecklich große Spinnen. Hab heute morgen schon mindestens zweimal bis ins Weltall geschrien. Ich hab’s nicht so mit diesen Teklas, auch wenn sie nützlich sind und angeblich 🍀 Glück bringen sollen.

Am meisten haben mich alte Bilder von mir beschäftigt. Soll ich sie übermalen oder vernichten? Ich hab nicht lange überlegt, die alten Acrylbilder sind fast alle verblasst und auch nicht wirklich mehr mein Stil. Es waren damals meine ersten Bilder aus der Malakademie . Manche sind echt super, die hab ich auch gleich wieder in mein Lager abgelegt jedoch andere hab ich kurz geschnappt und abgezogen. Die alten Keilrahmen werde ich alle neu beziehen und herrlich Ölgemälde darauf entstehen lassen .

Bei der Kälte heute morgen musste  ich mich ganz schön warm anziehen, die ersten Schneeflocken sind auch schon gefallen. Jetzt fahr ich erst mal den Müll weg, morgen gehts weiter….

 

Ich schau nach vorne und gehe nach Hause…

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Mein Atelier zu Hause ist klein aber mein. Keine Miete mehr! Ich bin echt froh.  Ab 2019 arbeite ich wieder in meinem ursprünglichen Atelier wo alles einmal anfing 1998.

Freue mich schon sehr auf den Umzug. Das Lager meiner Bilder ist fast fertig, die Toilette noch in Arbeit. Im Atelier hab ich sogar eine kleine Küche. Mehr dazu demnächst…

Das Foto ist natürlich nicht mein Atelier, es ist ein Treppen Model. Ich habe die  Treppe von meinem Opa geerbt, der auch einmal Schreiner war. Damit habe ich als Kind immer gespielt. Sie stammt noch aus der Gefangenschaft in Russland im 2. Weltkrieg.

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Kurswechsel

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Wenn ich so in meine aktuellen Bilder schaue, sehe ich wie ich mich im laufe der Zeit verändert habe. Die Malerei ist langsamer geworden und ich lege noch mehr Wert auf Farbe, Material  und  Fantasie. Meiner Fantasie mehr Raum zu schenken und zu schauen wieviel Zeit zur Verfügung steht. Freiraum zu schaffen liegt mir in diesem Jahr sehr am Herzen. Deshalb stelle ich auch in nächster Zeit weniger aus, gebe weniger Kurse und kümmere mich um meine Kunst. Ich bin gespannt wie sich alles weiter entwickelt und vorallem meine Bilder.